on
Musikliege
intensive, ganzheitliche Rezeption von Musik
2008
Maße: 40 x 240 x 120cm (H x L x T)
Materialien: Holz, MdF, Aluminium, Schaumstoff, Leinen
Die Musikliege „on“ dient zum einen als überdimensionaler Lautsprecher der unauffälligen, indirekten musikalischen Beschallung des Raumes und sorgt zum anderen für einen intensiven Musikgenuss des Benutzers. Der einerseits simple und andererseits skulpturale Charakter symbolisieren das Nebeneinander zweier unterschiedlicher Arten des Musik-Hörens. Das Spiel mit zielgerichtetem und -ungerichtetem Schall macht dabei das Musikmöbel aus.
Für einen Einblick in den schriftlichen Teil meiner Diplomarbeit "Formen der Musik" folgen Sie bitte dem blauen Link!
on 2.0
Musikliege
2026
intensive, ganzheitliche Rezeption von Musik
Maße: 40 x 240 x 120cm (H x L x T)
Materialien: Holz, MdF, Aluminium, Schaumstoff, Leinen
Die Musikliege „on“ in einer überarbeiteten Version für das kabellose Zeitalter: die Hochtöner sind hierbei integriert in vier Elemente zum Klappen um je 45 und 60°. Die Tieftöner verbleiben, wie bei Version 1.0, in einer freien Aufhängung unter der Liegefläche. Die Steuerung geschieht komplett über Apps.
Mein erstes komplexes Projekt als Designer entwickelte ich im praktischen Teil meiner Diplom-Arbeit. Das dabei entstandene Musikmöbel „on“ stellt für mich insofern eine essenzielle Wegmarke dar, weil es sinnbildlich für die Erfüllung (m)eines zutiefst menschlichen Grundbedürfnisses steht: Koregulation. Es dient als überdimensionales Klang-Objekt dem Eintauchen in tonale Welten – und ist somit schlicht nichts anderes als ein Tool zum Ausbalancieren des zentralen Nervensystems.
Heute, über ein Jahrzehnt der Selbstforschung und -erkenntnis später, kann ich mit Gewissheit sagen, dass ich zur Gruppe der neurodivergenten Menschen gehöre. Seitdem ist „on“ für mich insofern sowohl ein Sinnbild als auch ein Herzensprojekt bzw. Identifikationsobjekt. Es symbolisiert mit seiner reduzierten, auf geometrischen Grundformen basierten Formsprache eine Art gestalterisches Idealbild, an dem ich mich auch heute noch sehr gerne orientiere, ja: mich quasi verpflichtet sehe. Es verneigt sich in seiner künstlich erschaffenen Einfachheit vor der Hochkomplexität der organisch gewachsenen Natur — zu welcher ich auch den Menschen zähle – und bildet so einen spannungsvollen Kontrast zu eben dieser.













